Häufige Fragen

Ihre Fragen, klar beantwortet

Verständlich, konservativ formuliert und transparent eingeordnet. Wenn Ihre Frage nicht dabei ist, klären wir sie gern im kostenlosen Erstgespräch.

Über Neurofeedback

Was ist ILF-Neurofeedback genau?

ILF-Neurofeedback (Infra-Low Frequency) ist eine moderne Form des Gehirntrainings, bei der Ihr Gehirn lernt, seine eigene Aktivität besser zu regulieren. Sensoren auf der Kopfhaut messen die Aktivität in Echtzeit und ein Computer spiegelt sie als visuelles Feedback zurück, meist als Film oder Animation.

Besonderheit der Othmer-Methode: Gearbeitet wird mit sehr langsamen Frequenzbereichen unter 0,1 Hz, die mit grundlegender Selbstregulation in Verbindung gebracht werden. Alle Trainings erfolgen mit medizinisch geprüften Geräten.

Wichtig: Neurofeedback ist eine ergänzende Methode und ersetzt keine ärztliche oder psychotherapeutische Behandlung.

Was ist das Drei-Protokolle-Modell (ILF + Synchrony + Alpha-Theta)?

Je nach Anliegen können drei aufeinander abgestimmte Trainingsformen zum Einsatz kommen:

1. ILF-Neurofeedback — Das Fundament. Unterstützt die grundlegende Selbstregulation des Nervensystems.

2. Synchrony-Training — Fördert die Koordination verschiedener Hirnregionen für mehr Ruhe und stabilen Fokus.

3. Alpha-Theta-Training — Wird nur dann eingesetzt, wenn ausreichend Stabilität vorhanden ist und ein solcher Schritt therapeutisch sinnvoll erscheint.

Der Aufbau erfolgt schrittweise und individuell, damit Ihr System nicht überfordert wird.

Was ist Synchrony-Training?

Synchrony-Training fördert die koordinierte Aktivität verschiedener Hirnregionen. Ziel ist ein ruhigerer Fokus, mehr innere Stille und eine bessere Vernetzung. Viele Klientinnen und Klienten beschreiben den Zustand als ruhig, gesammelt und entlastend.

Was ist Alpha-Theta-Training?

Das Alpha-Theta-Protokoll arbeitet im Übergangsbereich zwischen Wachen und Schlafen. In diesem Zustand kann das Gehirn emotionale Erfahrungen auf sanfte Weise besser verarbeiten. Es wird ergänzend zur Traumapsychotherapie oder bei tieferen emotionalen Belastungen eingesetzt — nicht als alleinige Traumatherapie.

Mehr zur Anwendung bei Trauma & PTBS

Ist Neurofeedback wissenschaftlich erforscht?

In der Medizin ist „bewiesen“ selten ein sinnvoller Absolutbegriff. Entscheidend ist vielmehr, ob kontrollierte Studien, Meta-Analysen und klinische Erfahrungen vorliegen. Für Neurofeedback gibt es hierfür eine wachsende Basis.

Am stärksten untersucht ist der ADHS-Bereich. Für weitere Themen wie Trauma/PTBS, Angst und Depression, Schlafstörungen sowie Burnout und chronischen Stress gibt es ebenfalls Studienhinweise und klinische Erfahrungen, allerdings mit je nach Anwendungsgebiet unterschiedlicher Evidenzdichte.

Wichtige Arbeiten: Fuchs et al. (2003), Gani et al. (2008), Van Doren et al. (2018), Klotzbier (2022), Dobrushina et al. (2020). Mehr zu den wissenschaftlichen Grundlagen

Wie unterscheidet sich ILF von klassischem Neurofeedback?

Klassisches Neurofeedback trainiert gezielt einzelne Frequenzbänder mit stärker vorgegebenen Protokollen.

ILF-Neurofeedback arbeitet im ultra-langsamen Bereich unter 0,1 Hz und richtet sich stärker an der Selbstregulation des Nervensystems als Ganzem aus. Das Training erfolgt implizit — Ihr Gehirn lernt eigenständig, ohne bewusste Anstrengung.

Wie läuft eine Sitzung ab?

Eine Sitzung dauert meist etwa 60 Minuten: kurze Begrüßung und Symptome-Check, Vorbereitung mit Elektroden, Training und Nachbesprechung. Sie sitzen oder liegen bequem. Das Verfahren ist nicht-invasiv und schmerzfrei.

Mehr zum Ablauf von ILF-Neurofeedback

Was ist das Symptome-Tracking?

Von der ersten Sitzung an dokumentieren wir gemeinsam Ihre Symptome, deren Schweregrad und den Verlauf über die gesamte Begleitung. Das ist hilfreich, weil Veränderungen oft schrittweise und auf verschiedenen Ebenen auftreten — etwa bei Schlaf, Stimmung, Energie, Fokus oder Belastbarkeit.

Wie viele Sitzungen brauche ich?

Die Sitzungsanzahl lässt sich nicht pauschal vorhersagen. Sie hängt von Ihrem Anliegen, der Ausgangslage und der Regelmäßigkeit ab.

Orientierungswerte aus klinischer Erfahrung:

  • Leichtere Anliegen: ca. 10-15 Sitzungen
  • Mittelstarke Symptomatik: ca. 20-30 Sitzungen
  • Chronische Beschwerden oder Trauma: ca. 30-60 Sitzungen

Diese Werte dienen nur der Orientierung — Ihr persönlicher Verlauf kann davon abweichen.

Gibt es Nebenwirkungen?

ILF-Neurofeedback ist nicht-invasiv und nicht-medikamentös — es werden keine Impulse abgegeben, sondern nur gemessen und zurückgemeldet. Mögliche leichte Reaktionen sind Müdigkeit, leichter Kopfdruck, vorübergehende Stimmungsschwankungen oder Schlafveränderungen in den ersten 1-2 Tagen.

Bei welchen Anliegen kann Neurofeedback eingesetzt werden?

Mögliche Einsatzgebiete sind zum Beispiel ADHS/ADS, Angst, Depression, Burnout und chronischer Stress, Trauma/PTBS, Schlafstörungen, Migräne oder Konzentrationsprobleme.

Wichtig: Neurofeedback ersetzt keine ärztliche oder psychotherapeutische Behandlung. Mehr zu ADHS · Mehr zu Burnout · Mehr zu Trauma · Mehr zu Angst & Depression

Gibt es Kontraindikationen?

Nicht empfohlen bei akuter Psychose, akuter Suizidgefahr, unkontrollierter schwerer Epilepsie oder akuter Intoxikation. Im Erstgespräch klären wir sorgfältig, ob die Methode für Sie geeignet ist.

Kosten, Verordnung & Abrechnung

Was kostet eine Sitzung?

ILF-Sitzung 60 Min: 100 € · Alpha-Theta 50-60 Min: 110 € · Ersttermin 60-75 Min: 100 € (ergänzende Diagnostik optional). Paket 10 Sitzungen: 1.199 €. Paket 20: 2.199 €. Erstgespräch: kostenlos. Anfahrt: 15-35 €.

Zur Preisübersicht

Übernimmt die Krankenkasse die Kosten?

PKV (Privatversicherte): Viele PKV-Tarife erstatten Ergotherapie als Heilmittel. Ich erstelle Ihnen bei Bedarf vorab gern einen Kostenvoranschlag. → Checkliste für die PKV-Klärung

Selbstzahler: Direkte Abrechnung ohne Verordnung.

GKV (gesetzlich): Neurofeedback kann im Rahmen der Ergotherapie eingesetzt werden. Dafür braucht es in der Regel eine Verordnung für „psychisch-funktionelle Behandlung“.

Brauche ich eine Verordnung vom Arzt?

GKV-Versicherte: Ja — in der Regel eine Heilmittelverordnung für Ergotherapie. Bitten Sie Ihren Arzt um „psychisch-funktionelle Behandlung“.

PKV-Versicherte: Eine ärztliche Verordnung wird für die Erstattung häufig empfohlen.

Selbstzahler: Keine Verordnung nötig — ein Start ist direkt möglich.

→ Anleitung zur Verordnung

Welcher Arzt stellt die Verordnung aus?

Jeder Arzt mit Kassenzulassung kann Ergotherapie verordnen. Häufig sind das Kinderärzte, Hausärzte, Psychiater oder Neurologen. Seit 2021 können auch Psychotherapeuten für bestimmte Diagnosen verordnen.

Was passiert, wenn ich vorher abbrechen möchte?

Sie können die Begleitung jederzeit beenden. Bei Paketen werden bereits erbrachte Sitzungen zu den vereinbarten Konditionen abgerechnet, der Rest wird entsprechend verrechnet.

Ablauf & Hausbesuche

Sie kommen zu mir nach Hause?

Ja. Ich arbeite mobil im Raum Hannover in einem Umkreis von etwa 30 km. Das spart Anfahrt und ermöglicht das Training in vertrauter Umgebung.

Was brauche ich für den Hausbesuch?

Einen ruhigen Raum, einen bequemen Sitzplatz oder eine Liege, eine Steckdose und etwa 60-75 Minuten Zeit. Alle Geräte bringe ich mit.

Wie soll ich mich vorbereiten?

Vorher: Haare sauber waschen, möglichst ohne Stylingprodukte; ausreichend trinken; nicht völlig übermüdet in die Sitzung gehen. Während: Entspannt sitzen oder liegen. Nachher: Wenn möglich etwas Ruhe einplanen und auf guten Schlaf achten.

Über mich & Datenschutz

Welche Qualifikationen haben Sie?

Staatlich anerkannter Ergotherapeut mit Fachzertifikaten im Bereich Beemedic ILF-Neurofeedback und Alpha-Theta-Protokoll. Hinzu kommen weitere therapeutische Fortbildungen sowie umfangreiche Praxiserfahrung mit ADHS, Angst, Depression, Burnout und Trauma.

Mehr zu Qualifikationen und Haltung

Warum sagen Sie „Klient" statt „Patient"?

Weil bei mir Sie im Mittelpunkt stehen, nicht nur eine Diagnose. Der Begriff „Klient“ betont Zusammenarbeit auf Augenhöhe.

Arbeiten Sie auch mit Kindern?

Ja, in der Regel ab etwa 6 Jahren. Die Sitzungen werden kindgerecht gestaltet und an Alter sowie Belastbarkeit angepasst.

Gibt es eine Erfolgsgarantie?

Nein. Das wäre unseriös. Neurofeedback ist wissenschaftlich erforscht, der individuelle Verlauf hängt aber von vielen Faktoren ab — etwa Ausgangslage, Regelmäßigkeit und Lebensumständen. Deshalb dokumentieren wir Veränderungen systematisch.

Kann ich parallel Medikamente nehmen?

Ja, Neurofeedback kann grundsätzlich parallel zu einer ärztlich verordneten Medikation durchgeführt werden. Änderungen an Medikamenten entscheidet ausschließlich Ihr behandelnder Arzt.

Wie gehen Sie mit meinen Daten um?

Streng vertraulich und DSGVO-konform. Ihre Daten werden geschützt gespeichert und nicht ohne Ihre Einwilligung weitergegeben.

Mehr zum Datenschutz

Noch Fragen offen?

Dann klären wir sie gern persönlich. Im kostenlosen Erstgespräch besprechen wir Ihr Anliegen, den Ablauf und die nächsten sinnvollen Schritte.